SCI-TReCS -  Zentrum für Querschnitt- und Geweberegeneration

SCI-TReCS - Zentrum für Querschnitt- und Geweberegeneration

Institut für Experimentelle und Klinische Zelltherapie

Aufgaben des Instituts für SCI-TReCS

Die regenerative Stammzelltherapie ist eines der Hoffnungsfelder der modernen Medizin. Am Institut für Experimentelle und Klinische Zelltherapie (ExCT) erforschen wir drei Mechanismen der Organ- und Geweberegeneration:

Organstammzellen

Stammzellen können sich durch asymmetrische Zellteilung gleichzeitig selbst erneuern und Progenitorzellen bilden, die zur Proliferation und Differenzierung kompetent sind. Diese können  zur strukturellen Reparatur des entsprechenden Organs nach einer Schädigung beitragen. Wir analysieren multipotente mesenchymale Stamm-/Progenitorzellen (MSC) und endotheliale kolonie-bildende Progenitorzellen (ECFC) aus Blut, Knochenmark, Fettgewebe und Nabelschnur, um Mechanismen der "Selbstheilung" besser zu verstehen und zu nutzen. Wir verwenden auch induziert pluripotente Zellen (iPSC) zur Erforschung der Differenzierung und Funktion der Organ-Stammzellen für die Entwicklung neuer Medikamente zur besseren Regeneration.

Mobilisierung

Stammzellen können über das Blut zur Unterstützung der Regeneration in ein geschädigtes Gewebe einwandern. Wir erforschen Mechanismen der Mobilisierung (medikamentöse oder stressinduzierte Stammzell-Zirkulation). Die Sensitivität unserer "Flow Cytometrie" liegt derzeit bei ca. 0,001 Prozent (entsprechend einer Nachweisgrenze von 50-100 Stammzellen/mL Blut oder Gewebe).

Transplantation

Durch Stammzell-Transplantation kann eine unzureichende körpereigene Regeneration geschädigter Organe und Gewebe (inklusive des Immunsystems) kompensiert werden. Bisher ist die Transplantation von blutbildenden (hämatopoietischen) Stamm-/Progenitorzellen (HSPC) das einzige klinisch nachweislich erfolgreiche Verfahren der Stammzelltherapie. Wir entwickeln neue effiziente GMP-kompatible Protokolle zu prä-klinischen tierserum-freien Vermehrung (mit humanem Plättchenlysat, HPL) und Differenzierung von Stammzellen für die klinische Anwendung.